Die Protokolle der Kommission – Villa Borg und das Subventionskomplott
Villa Borg – Die Protokolle der Kommission
Ein epischer Asterix-Roman über Bürokratie, Bier und bittere Bitten
Kapitel II: Die Rede der Kommissarin – Von der Leyen betritt die Curia Borgensis
[...Inhalt von Kapitel II wurde übersprungen...]
Kapitel III: Der Generaldirektor und der Gallische Antrag A38
Kaum war die letzte Silbe aus VonDerLeyenarias Mund verklungen, rief Brauhaustrix: „So geht das nicht weiter! Das ist ein Angriff auf unsere gallisch-römische Selbstbestimmung! Und auf unseren Gerstensaft!“
[...Kapiteltext bis zum Raum 6¾ und Claudina von Paragraphien...]
Kapitel IV – Der Zaubertrank der Geduld
[...die Helden suchen das Wissen im Archivum Europae und entdecken Tranquillitas Legislativa...]
Kapitel V – Die Rückkehr der gallischen Wildschweine
[...Wildschweine, Diplom-Forstbeamte, das Kloster der Sieben Kurien und der erste Tropfen des Trankes...]
Kapitel VI – Der Festakt von Villa Borg
Die Rückkehr der Helden war triumphal – oder zumindest formell genehmigt.
VonDerLeyenaria:
„Salvete, Populus Borgensis! [...] Ich genehmige... feierlich... für heute... eine Ausnahmegenehmigung zur Ausnahme von der Ausnahme.“
Jubel. Bier. Wildschwein. Paragraphen in Flammen.
Fortsetzung folgt in Kapitel VII – Die Rückkehr der Amtsschimmel
Solltest du es wünschen, geht es weiter – mit Formularen, Protokollkämpfen und einem besonders störrischen EU-Esel namens „Regulierix“.
Die Protokolle der Kommission – Villa Borg und das Subventionskomplott
Ein epischer Asterix-Roman über Bürokratie, Bier und bittere Bitten
Kapitel II: Die Rede der Kommissarin – Von der Leyen betritt die Curia Borgensis
Es war ein Tag wie jeder andere in der Villa Borg. Die Sonne stand hoch über den rekonstruierten Säulen des Atriums, und die Zikaden zirpten voller Lebensfreude. In der Braustube rührte Brauhaustrix mit großer Hingabe in seinem Kessel, während Bürgermeister Subventionsix bereits zum vierten Mal versuchte, einen Antrag auf Gerstensaftförderung korrekt in siebenfacher Ausfertigung auszufüllen.
Doch dann bebte die Erde.
Ein schwerer römischer Streitwagen, gezogen von vier elektrisch angetriebenen Pferden, rollte über den Leukbach. Er kam aus Richtung Brüssel. Das Fuhrwerk war mit goldenen Lettern beschriftet: "VON DER LEYEN – Commissaria Europaea Maxima".
Aus dem Inneren stieg sie – Kommissaria VonDerLeyenaria, gefürchtet und verehrt gleichermaßen. Ihre Toga war mit blauen Sternen bestickt, ihre Sandalen glänzten wie frisch geölte Amtsschreiben. Mit erhobenem Zeigefinger betrat sie die Curia Borgensis und ließ sich ein Amphitheater aus Eichenholz errichten – für ihre Rede.
"Liebe Villa-Borgianerinnen und -Borgianer!" begann sie mit sonorer Stimme, während Obelix sich an eine der Säulen lehnte und leise „Hoffentlich wird das kein Langtext“ murmelte.
"Wir stehen vor 10 fundamentalen Herausforderungen der EU-Gesetzgebung, die – wie ich euch in 30.000 Worten erläutern werde – nicht nur die Zukunft der Bierbraukunst, sondern auch die Förderfähigkeit eures Gartens, den Abrieb eurer Sandalen sowie die CO₂-Bilanz eurer Amphoren betreffen!"
Und sie begann:
1. Die Bierverschlussverordnung Nr. 2610/XXV: Laut Artikel 77b dürfen römische Bierdeckel nur noch aus recyceltem Olivenholz bestehen, das in einem Radius von maximal 17 Gallienmeilen geerntet wurde.
2. Der Hopfenhöchsttarif: EU-Gesetz verpflichtet alle Brauer, den Hopfenverbrauch mit einem EU-Siegel der Klasse VI-C zu deklarieren, ausgenommen bei Nachtbrauerei unter Beteiligung eines Druiden.
3. Der Trankverteilungsmechanismus: Nur durch ein eigens zu bildendes Komitee aus Subkomitees (mit 3/4 Mehrheit bei 9/13 Beteiligten) darf der Zaubertrank rationiert werden.
4. Der Thermenrichtlinien-Vergleichsindikator: Die Temperatur der römischen Bäder in Borg darf 38,5° Celsius nicht überschreiten, es sei denn, es handelt sich um eine EU-ausgeglichene Gleichwohlmaßnahme.
5. Das Amphorensteuergesetz: Jeder Transport von Flüssigkeit in Gefäßen mit mehr als 1,7 Griffen muss angemeldet, versteuert und durch ein astrologisches Gutachten freigegeben werden.
6. Die Einheizquote (EIBQ): Römische Kochstellen müssen ab sofort mit Gallischer Windkraft betrieben werden – oder durch politische Heißluft kompensiert werden.
7. Der Subventionsanspruchs-Index für museale Landwirtschaft: Fördermittel gibt es nur noch für Betriebe, die mindestens 23 antike Werkzeuge nach EU-Norm nachweisen können.
8. Die Gänsefederregistrierungspflicht: Wer auf Pergament schreibt, muss jede
Feder einzeln digital registrieren lassen – per App "GANS-DIGI".
9. Die PersonalGenderBalance-Quote: Jeder Legionstrupp in der Villa Borg muss mindestens zu 40 % aus weiblichen Zenturioninnen bestehen. Außer freitags.
10. Die Richtlinie zur Verhinderung von Richtlinienverstopfung: Neue Gesetze dürfen nur erlassen werden, wenn alte vorher gelöscht, verbrannt oder durch gallischen Spott widerlegt wurden.
Der Redestrom dauerte zwei Tage und drei Amphoren Met.
Obelix schlief währenddessen ein, Asterix begann ein Trinkspiel – jedes Mal, wenn „Verordnung“ fiel, trank er ein Horn Bier. Am Ende des zweiten Tages war der Vorrat leer. Wieder einmal.
„Also gut“, sagte Bürgermeister Subventionsix, „wir schicken ein Schreiben nach Lutetia. Vielleicht versteht man dort noch Spaß.“
Asterix nickte. „Oder wir brauen unseren eigenen EU-konformen Trank… aus Spott, Stolz und einem Schuss Hopfen.“
Fortsetzung folgt: In Kapitel III: Der Generaldirektor und der Gallische Antrag A38

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