Gestern, 8. Juni 2025, war in der Brauerei der Villa Borg viel los.
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Gestern, 8. Juni 2025, war in der Brauerei der Villa Borg viel los.
Am Vormittag begann der neue Sud. Emmermalz, Honig, Beifuß und römische Minze kamen in den großen Kessel. Die Hitze war stark, der Dampf stand über dem Hof. Besucher standen dicht gedrängt, sie wollten sehen, riechen, schmecken.
Der Braumeister Marcus Riegel erklärte den Ablauf. Er trug Leinen, sprach laut und klar. Die Römer kannten keinen Hopfen, sagte er. Sie würzten mit Kräutern. Der Geschmack war herb, leicht süßlich, ungewohnt aber ehrlich.
Am Nachmittag wurde der erste Becher ausgeschenkt. Das Bier war trüb, goldbraun, warm. Es schmeckte nach Erde und Rauch, wie aus einer anderen Zeit.
Kinder mahlten Getreide mit der Hand. Alte Männer diskutierten über Geschmack und Geschichte. Frauen aus Frankreich, Luxemburg und dem Saarland saßen gemeinsam an der langen Tafel und lachten.
Am Abend wurde Brot gebrochen, der letzte Krug geteilt. Es gab keinen Streit, nur Geschichten. Die Villa lebte. Der Tag war einfach, klar und gut.
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